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Mehr als die Hälfte der neu installierten Solaranlagen werden mit einem Batteriespeicher ausgestattet. Doch der Markt ist unübersichtlich und bei der Auswahl des richtigen Speichers gibt es viel zu beachten. In diesem Artikel zeigen wir die wichtigsten Kriterien, an Hand derer sich Speicher unterscheiden, man verschiedene Modelle vergleichen und anschließend eine Kaufentscheidung ableiten kann.

Mehr als 50% der neu installierten PV-Anlagen mit Speicher

Heute sind bereits mehr als die Hälfte der neu installierten Solaranlagen mit einem Batteriespeicher ausgestattet. Dafür gibt es gute Gründe: Haushalte können ihren Eigenverbrauch mit der Hilfe von Solarstromspeichern deutlich erhöhen, indem sie die tagsüber erzeugte Energie speichern und insbesondere zu den Abendzeiten mit erhöhtem Strombedarf wieder bereitstellen. Bereits mit einem kleinen Speichersystem kann der Eigenverbrauch vieler Haushalte auf über 50% gesteigert werden. Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Strompreise erfreuen sich Speicher mittlerweile immer größerer Beliebtheit.

Marken- und Modellvielfalt wird zunehmend unübersichtlich

Doch Verbraucher sehen sich mittlerweile mit einem zunehmend unübersichtlichen Angebot konfrontiert. Aufgrund der steigenden Nachfrage ist im Laufe der letzten Jahren nicht nur die Anzahl der Anbieter, sondern auch der einzelnen Modelle stark gewachsen. Dazu trägt nicht zuletzt die Automobilindustrie bei, dank ihrer zunehmenden Investitionen im Bereich der Elektromobilität. Angesichts der Vielfalt auf dem Markt fällt es oft schwer, den Überblick über die verschiedenen verfügbaren Modelle zu behalten – ganz besonders, nachdem eine Reihe von Anbietern gerade erst neue Modelle auf dem Markt gebracht bzw. angekündigt hat.

Doch worauf sollte man bei bei der Auswahl des richtigen Speichers achten? Hier listen wir die zehn wichtigsten Kriterien auf, nach denen sich Speicher unterscheiden lassen. Die Gewichtung der einzelnen Punkte hängt dabei natürlich jeweils von den individuellen Bedürfnissen und Rahmenbedingungen ab.

AC Anschluss

Es gibt einphasen- und dreiphasen Wechselrichter. Letztere setzen sich durch, da sie eine gleichmäßige Einspeisung ins Stromnetz ermöglichen während bei Einphasen-Wechselrichtern die Gefahr besteht, dass Asymmetrien bei der Netzspannung entstehen. Sollen größere Verbraucher (wie z.B. E-Herd, Sauna, E-Auto-Ladestation oder Maschinen) versorgt werden, ist ein 3-phasiges System notwendig.

Ersatzstromfunktion

Verfügt ein Speicher über eine Ersatzstromfunktion, kann er im Falle eines Stromausfall das Gebäude innerhalb weniger Sekunden mit Ersatzsztrom versorgen und so den Ausfall überbrücken.

Garantiedauer, Restkapazität

Grundsätzlich geben Speicherhersteller bei der Garantie drei Werte an - die Zyklus- und die kalendarische Lebensdauer sowie die verfügbare Restkapzität. Die Zyklenzahl gibt an, wie oft der Speicher voll be- und entladen werden kann. Auch Teilzyklen, z.B. wird der Speicher zwei mal nur bis 50% entladen, entsprechen einem Vollzyklus. Die Restkapazität zeigt, wie viel der Speicher nach der genannten Zyklenzahl oder nach den angegebenen Jahren (je nachdem was zuerst eintritt) noch nutzbar ist. Bei einem Einfamilienhaus erreicht man üblicherweise zwischen 200 und 250 Vollzyklen pro Jahr, nach zehn Jahren würde man demnach auf bis zu 2.500 Ladezyklen kommen.

Nennleistung (Dauerbetrieb)

Die Nennleistung, auch Engpassleistung genannt, gibt an, mit welcher Leistung in Kilowatt (kW) der Speicher Be- und Entladen werden kann. Ein Haarfön braucht beispielsweise etwa 1,8 kW.

Nutzbare Kapazität

Die Bruttokapazität gibt an, wie viele kWh in einem Speicher vorhanden sind. Lithium-Speicher können bauartbedingt nicht komplett entladen werden, um eine Beschädigung der Zelltechnologie zu vermeiden. Zur besseren Vergleichbarkeit haben wir daher in diesem Vergleich die nutzbaren Kapazitäten gegenübergestellt.

PV-Anlage direkt anschließbar

Um Strom aus PV-Anlagen zu gewinnen, benötigt man einen Wechselrichter mit PV-Eingang, auch MPP (Maximum Power Point) Eingang genannt. Die PV-Module sollten je nach Ausrichtung (Süd, Ost oder West) auf einen eingenen MPP-Eingang verschaltet werden.

Systeme Parallel-schaltbar

Um mehr Leistung oder Kapazität zu erreichen, bieten viele Speicher die Möglichkeit, Systeme parallel zu verschalten.

Technologie

Fast alle am Markt befindlichen Produkte setzen entweder auf Lithium-Ionen- oder Bleisäure-Akkus. Mittlerweile ist jedoch ein deutlicher Trend in Richtung Lithium-Ionen-Batterien zu beobachten, weil diese gegenüber der Bleiakku-Technologie einige Vorteile aufweisen, unter anderem eine deutlich höhere Ladezyklenzahl und eine größere Entladetiefe. Innerhalb der Li-Ion-Akkus wird nochmal nach der jeweiligen Zelltechnologie unterschieden. Verbreitet sind hierbei insbesondere Zellen auf Basis von Lithium-Nickel-Mangan-Cobalt-Oxiden (NMC) und Lithium-Eisen-Phosphat (LFP). Neben der hohen Sicherheit und Langlebigkeit spricht aus unserer Sicht inbesondere die hohe Recyclingquote für LFP. So können LFP-Speicher nach heutigen Standards zu mehr als 90% recyclet werden.

USV-Funktion

Diese Funktion gewährleistet eine unterbrechungsfreie Spannungsversorgung. Im Falle eines Stromausfalls schaltet der Speicher dann blitzschnell um, wodurch auch sensible Verbraucher wie Fernseher, Server etc. weiterhin funktionieren.

Verfügbarkeit

Ab wann sind die entsprechenden Speicher am Markt verfügbar bzw. welches Distributionskonzept steht dahinter, also auf welchem Weg und an welchen Orten können sie bezogen werden.

Mit diesen Informationen sind Sie gut gewappnet für die weitere Recherche – wir hoffen, dass wir Sie damit etwas bei der weiteren Eingrenzung des richtigen Speichers unterstützen konnten. Sollten Sie noch Fragen haben, beraten unsere Experten Sie natürlich gerne:

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