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Gute Nachrichten für unsere Umwelt: Die Zahl der in Deutschland neu zugelassenen Elektroautos erreichte im März 2020 einen neuen Rekordstand – trotz weit verbreiteter Betriebsschließungen und der durch die Coronavirus-Pandemie bedingten wirtschaftlichen Unsicherheit. Während die Gesamtzahl der Neuzulassungen von Personenkraftwagen gegenüber dem Vorjahresmonat um 38% zurückging, stiegen die Zulassungen von reinen Elektroautos um 53% und machten 4,8% aller Neuzulassungen aus. Plug-in-Hybride stiegen um beeindruckende 208% und machten 4,4% der Neuzulassungen aus. Im März des Vorjahres hatten diese Fahrzeuge dagegen nur 1,9% bzw. 0,9% der Neuzulassungen ausgemacht. Was könnte diesen enormen Anstieg verursacht haben?

Verdopplung der Umweltprämie für Elektroautos

Einer der offensichtlichsten Gründe dafür ist die großzügige Erhöhung der deutschen Subventionen für Elektroautos. Ab Februar wurden die bestehenden Förderungen stark ausgeweitet. So wurde unter anderem die Höhe der Subventionen für Zulassungen ab dem 4. November 2019 verdoppelt. Käufer von neuen vollelektrischen Autos können bis zu 6000 Euro zurückerstattet bekommen, während sie für Plug-in-Hybride bis zu 4.500 Euro erhalten können. Das Programm gilt sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen und wurde auch auf bestimmte Gebrauchtwagenkäufe ausgedehnt. Offensichtlich haben die Autokäufer Notiz davon genommen, denn allein im März wurde eine Rekordzahl von 12.365 Anträgen auf Subventionierung der Umweltprämie eingereicht – mehr als doppelt so viel wie im Monatsdurchschnitt des Vorjahres.


Größere Modellauswahl und Anbieterzahl

Finanzielle Anreize sind jedoch nicht allein für das gestiegene Interesse an Elektroautos verantwortlich. Den Käufern steht mittlerweile eine deutlich größere Auswahl an Modellen zur Verfügung. In nur wenigen Jahren hat sich der Markt entwickelt – gab es Anfangs nur eine Handvoll von Optionen, umfasst die Modellvielfalt auf dem deutschen Markt mittlerweile rund 60 vollelektrische und Hybrid-Plugin Modelle. Bis 2023 wollen die Autohersteller diese Zahl sogar noch auf 150 Modelle erhöhen. Während die ersten Elektrofahrzeuge typischerweise aus der Kleinwagen- und Kompaktklasse stammten, umfassen die neueren Modelle nun auch größere Fahrzeuge wie SUVs und Transporter. Die Palette der Hersteller reicht dabei von Marken wie Renault und Nissan bis hin zu Mercedes, Audi und BMW. Außerdem sind mittlerweile auch Modelle mit größerer Reichweite erhältlich, die einen der größten Einwände gegen die E-Mobilität ausräumen. Zwar gibt es noch kein Elektrofahrzeug für absolut jede Zielgruppe, aber die zunehmende Vielfalt zieht ein breiteres Publikum an.

Ehrgeizige Ausbauziele bei Lade-Infrastruktur

Ein weiterer Schlüsselfaktor ist der Ausbau der Ladestationen. Anfangs hatte man hier mit einem Henne-Ei-Problem zu tun: Potenzielle Käufer mieden Elektroautos aus Angst, mit einer leeren Batterie zu stranden. Gleichzeitig wollte angesichts der geringen Anzahl von Elektroautos auf den Straßen niemand in die Ladeinfrastruktur investieren. Glücklicherweise haben eine Reihe von Projekten zukunftsorientierter Unternehmen, Bundes-, Landes- und Kommunalverwaltungen sowie zahlreiche öffentlich-private Partnerschaften mittlerweile in Deutschland eine Ladeinfrastruktur aufgebaut, die über 20.000 öffentlichen Ladestationen umfasst und die derzeitige Anzahl an Elektroautos mühelos versorgen kann.

Ein ehrgeiziger Wachstumsplan der deutschen Regierung soll diese Zahl innerhalb von zwei Jahren sogar auf 50.000 Stationen erhöhen und bis 2030 auf insgesamt eine Million Stationen anwachsen lassen. Damit ließen sich dann um die zehn Millionen Autos versorgen. Ein Teil dieses Wachstums wird von Automobilherstellern und -händlern sowie einer Reihe großer Energieunternehmen und öffentlicher Versorgungsbetriebe erwartet. Subventionen sind geplant, um private Unternehmen dabei zu unterstützen, ihren Kunden Ladestationen anzubieten und Ladestationen an allen Tankstellen zu gewährleisten. Man kann daher mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sagen, dass die Suche nach einer Ladestation für die meisten Autofahrer kein großes Problem mehr darstellt und sich die Situation im Laufe der Zeit noch verbessern sollte.


E-Mobilität für eine saubere Zukunft

Aber die größte Motivation für das Wachstum von Elektroautos ist natürlich die Sorge um die Umwelt. Es ist klar, dass die traditionellen Fahrzeuge mit fossilen Brennstoffen erheblich zum Klimawandel beitragen. Geht man davon aus, dass die Energiewirtschaft ihre Abhängigkeit von der erneuerbaren Stromerzeugung weiter erhöht, ist die Elektrifizierung der intelligenteste und einfachste Weg, die Klimabilanz der Autos zu verbessern.

In dem Maße, wie die Nachteile von Elektroautos immer mehr wegfallen, wird eine zunehmende Verbreitung der E-Mobilität endlich Realität. Werden Sie ein Teil dieser Revolution!

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