Flexibilität statt Netzausbau - die Energiezukunft beginnt jetzt
"Infinite Power for all of us" - Mit dieser Vision eröffnete Moderator Matthias Gruber den Abend und stellte gleich klar: „Wir feiern heute nicht nur einen Geburtstag, wir feiern eine Bewegung.“ Und diese Bewegung wurde eindrucksvoll von Walter Kreisel, dem Gründer und CEO von neoom, mit Leben gefüllt. Er teilte seine Eindrücke vom exklusiven CEO-Forum SolarPower Europe in Brüssel, wo neoom als einer von nur wenigen Technologieanbietern Europas eingeladen war. Dabei wurde über zentrale Weichenstellungen der europäischen Energiepolitik diskutiert. Walter rückte dabei insbesondere einen Punkt in den Fokus - eine zukunftssichere Energieversorgung gelingt nur, wenn sich die großen Energieversorger und die Solarbranche die Hände reichen: „Wir disruptieren nicht, wir laden ein – die Energieversorger sollen mitspielen, nicht zuschauen. Das war nicht nur ein Appell, sondern auch eine Einladung an unsere Partner, aktiv mitzugestalten. Denn mit Lösungen wie GRIID, KLUUB und CONNECT Ai setzen wir auf Flexibilität statt Milliardenkosten für den Netzausbau – und das bedeutet echte Chancen für unsere Partner und unsere gemeinsamen Kunden."
Dass neoom zu mehr als nur einer Bewegung herangewachsen ist, zeigt der Rückblick auf die vergangenen Jahre: Die Geschichte von #neoomlive begann im Frühjahr 2020 – mitten im Lockdown. Was als Zoom-Event startete, wurde Jahr für Jahr größer. Damals waren wir 15 Mitarbeitende. Heute sind es hunderte – gemeinsam mit einem starken Netzwerk aus Partnern.
Damals haben wir noch Gewerbe- und Heimspeicher vorgestellt – heute reden wir über vernetzte, KI-gesteuerte Energiesysteme, die ganze Regionen versorgen können.

Walter Kreisel
CEO & Gründer von neoom
Erfahrung trifft Zukunftsgeist
Mit Martin Hackl, dem neuen Chief Business Officer bei neoom, betrat ein echter Branchenkenner die Bühne. Seine Botschaft war klar: „Wir stehen vor einer systemischen Transformation – Solarenergie 3.0. Es geht nicht nur um Technologie, um das Erzeugen und Speichern von Strom, sondern um vernetzte Systeme und neue Geschäftsmodelle. neoom ist bereit, diese Veränderung anzuführen.“ Mit dieser Veränderung geht auch ein neues Rollenverständnis für Installateure einher: Vom Handwerker zum Systemintegrator.
Expertentalk: IT trifft Energiewende
Im anschließenden Expertentalk diskutierten Vertreter von Microsoft (Stefan Nußbaummüller), Cubido (Wolfgang Ennikl) und neoom (Walter Kreisel und Martin Hackl) über Parallelen zwischen der IT- und der Energiebranche. Der Vergleich ist kein Zufall: Früher wurde Hardware verkauft, heute dominieren Plattformen, wiederkehrende Umsätze und datenbasierte Services.
Nußbaummüller und Ennikl betonten dabei die Bedeutung skalierbarer Plattformen und datenbasierter Geschäftsmodelle – zentrale Bausteine für nachhaltigen Markterfolg. Stefan Nußbaummüller sieht insbesondere zwischen der Cloud Technologie und der Transformation des Strommarkts viele Analogien - in beiden Fällen können mit der richtigen Plattform, der richtigen Message und den richtigen Partnerschaften völlig neue Dimensionen an Skalierbarkeit und Flexibilität erreicht werden.
Wolfgang Ennikl hebt insbesondere die Bedeutung wiederkehrender Umsätze durch intelligente Software-Lösungen hervor. Dieses Prinzip lässt sich auch auf die Energiebranche übertragen – etwa durch smarte Services rund um Hardware. Gleichzeitig zeigte er anhand konkreter Projekte wie datenbasiertes Energiemanagement Wettbewerbsvorteile schafft.
Das Fazit: Plattformen wie neoom bringen Partner, Technologie und Kund:innen zusammen – und schaffen damit den nötigen Rahmen für nachhaltige Geschäftsmodelle der Zukunft.
Die Energiewende gelingt nur, wenn Technologien, Daten und Partner nahtlos zusammenspielen. Mit Microsoft als Technologieplattform und neoom als innovativem Lösungsanbieter entstehen Ökosysteme, die alle Akteure vom Netzbetreiber bis zum Prosumer intelligent vernetzen.

Stefan Nußbaummüller
Senior Enterprise Account Executive Microsoft
Je besser man Daten auswertet, desto besser kann man diese Daten auch dafür verwenden einen echten Vorteil zu schaffen – für Endkunden, Unternehmen und Energieversorger. Es ist ein Ökosystem bis hin zum Endverbraucher, das man mit einer gemeinsamen Lösung schaffen kann.

Wolfgang Ennikl
CEO & Gründer cubido business solutions gmbh
Produktupdates: Die Zukunft der Energie – intelligenter, vernetzter, wirtschaftlicher
CONNECT Ai meets KLUUB – Die neue Intelligenz in der Energiegemeinschaft
Besonders ein neues, von Kunden bereits nachgefragtes Feature sorgte an dem Abend für Aufsehen: das intelligente Einspeisen aus dem Stromspeicher in Energiegemeinschaften mit CONNECT Ai. Bereits jetzt können sich Stromerzeuger und Strombezieher in einer KLUUB Energiegemeinschaft vernetzen und ihren regional erzeugten Strom untereinander teilen - jedoch vorwiegend dann wenn gerade Strom produziert wird. Mit dem neuen Feature wird genau das nun flexibilisiert. Künftig kann überschüssige Energie aus dem eigenen Speicher gezielt an die Energiegemeinschaft geliefert werden - beispielsweise in der Nacht, wenn keine Sonne scheint - und die Autarkie der Energiegemeinschaft damit drastisch erhöht werden.
- Für Stromerzeuger bedeutet das: Mehr Einnahmen - sie können bis zu 60% mehr Strom in ihre Energiegemeinschaft einspeisen und die Region noch unabhängiger vom öffentlichen Stromnetz machen.
- Für Strombezieher bedeutet das: Sie beziehen mehr günstigen Strom aus der Energiegemeinschaft und weniger aus dem Netz und sparen so noch mehr Energiekosten! Durch die höhere Verfügbarkeit steigt die Versorgungssicherheit in der EG – gerade in den Abend- und Morgenstunden, wenn sonst oft Strom aus dem Netz bezogen werden muss.
Das Besondere daran: CONNECT Ai lernt dank KI-basierter Technologie von der Energiegemeinschaft und erkennt durch intelligente Prognosen automatisch, wann und wie viel Strom eingespeist werden kann, ohne die eigene Versorgung zu gefährden. So wird die Energie dann bereitgestellt, wenn sie in der Region wirklich gebraucht wird - ein echter Gamechanger für die dezentrale Energiewende.
CONNECT Ai kann nun nicht nur Vorhersagen für die eigene Anlage treffen, sondern Energiedaten und Energieverbräuche in einer ganzen Energiegemeinschaft und den Strom so intelligent lenken.

Andreas Buchner
Senior Director Product Management von neoom
Produkt-Highlights im Bereich Hardware
Ein weiteres Highlight des Abends war die Präsentation der neusten Produktupdates im Bereich Hardware - und zwar von den kleinsten Dimensionen bis zu den größten.
- Der neue BEAAM 2, das Herzstück des Energiemanagements CONNECT in der nächsten Generation, bringt Energiemanagement auf ein neues Level – erschwinglich, kompakt, intelligent. „Irgendwann muss so ein Gerät in jedem Haushalt sein – und vielleicht kostet es dann gar nichts mehr“, so Andreas Buchner, Senior Director Product Management von neoom.
- Ebenso beeindruckend: die neuen BLOKK & BLOKK Light Speicher in der 3. Generation, die insbesondere Industrie- und Gewerbekunden eine skalierbare Speicherlösung mit mehr Leistung, mehr Kapazität, smarter Steuerung durch CONNECT Ai bieten.
- Für industrielle Großprojekte steht ab sofort der MAASTER bereit – ein Komplettsystem mit 1,7 MW Leistung und 3,4 MWh Speicherkapazität, ideal für netzdienliche Services und Direktvermarktung.
Wie viel kostet mein Strom wirklich? Neue Transparenz in der neoom App
Mit dem neuen Update in der neoom App sehen App-Nutzer:innen ab sofort ihren individuellen und tatsächlichen Strompreis – unter Berücksichtigung von Verbrauch, Einspeisung, Marktpreis, Netzbezug und Bezug aus der Energiegemeinschaft. Das schafft nicht nur Transparenz, sondern macht die Mehrwerte und Ersparnisse auch auf einen Blick messbar.
Mehr Photovoltaik bedeutet günstigere Energie. Die Österreichische Energieagentur hat berechnet, dass im vergangenen Jahr der Strompreis bei 100 % erneuerbaren Strom nur rund 7 Cent pro kWh betragen hätte – halb so viel wie bei fossiler Dominanz.

Vera Immitzer
Geschäftsführerin Bundesverband PV-Austria
Future Talk: Was kostet Strom in der Zukunft?
Im Future Talk diskutierten Expert:innen wie Vera Immitzer (PV Austria), Martin Blauensteiner (SAN Group) und Nico Specker (BES New Energy) die Zukunft der Energiepreise und die Rolle erneuerbarer Energien. Die Botschaft war klar: Erneuerbare Energien sind langfristig nicht nur sauberer, sondern auch günstiger.
Vera Immitzer, Geschäftsführerin vom Bundesverband Photovoltaik Austria, verwies dabei auf den volkswirtschaftlichen Effekt der Erneuerbaren: „Mehr Photovoltaik bedeutet günstigere Energie. Die Österreichische Energieagentur hat berechnet, dass im vergangenen Jahr der Strompreis bei 100 % erneuerbaren Strom nur rund 7 Cent pro kWh betragen hätte – halb so viel wie bei fossiler Dominanz.“
Einigkeit bestand auch darin, dass Flexibilität und Speicher der zentrale Hebel für eine günstige und nachhaltige Energieversorgung der Zukunft sind. Denn nur wenn Energie dann genutzt wird, wenn sie verfügbar ist, kann ihr volles Potenzial ausgeschöpft werden. Nico Specker von BES New Energy unterstrich dabei: "Das Netz ist jetzt ganz anders belastet und der notwendige Netzausbau sorgt dafür, dass man immer mehr Steuern oder Netzentgelte bezahlen muss, damit das Netz funktioniert. Mit Systemen wie von neoom kann man dem durch intelligente und flexible Stromnutzung entgegenwirken". Dem stimmte auch Martin Blauensteiner von der SAN Group zu und betont damit ebenfalls den Stellenwert von intelligenten Speichertechnologien und Flexibilität: "Das ist die Herausforderung. Es geht darum erneuerbare Energie besser nutzbar zu machen, dann kann man im Prinzip dem Strompreis gegensteuern".
Das ist die Herausforderung. Es geht darum erneuerbare Energie besser nutzbar zu machen, dann kann man im Prinzip dem Strompreis gegensteuern

Martin Blauensteiner
Geschäftsführer SAN Group GmbH
neoom Partner Awards: Gemeinsam stark für die Energiewende
Zum krönenden Abschluss wurden auch dieses Jahr wieder die neoom Partner Awards verliehen und damit Unternehmen ausgezeichnet, die mit Innovationsgeist, Umsetzungskraft und nachhaltigem Impact die Energiewende vorantreiben.
So durften sich EP:Zierlinger in Österreich, Hanovolt in Deutschland und 42Technology in der Schweiz mit ihrem unermüdlichen Einsatz über die Verleihung des High Performers freuen. Als Newcomer of the Year sind Mission Solar, RMSolar und Solexus durchgestartet. Als Innovator of the Year ging die SAN Group hervor und den neoom Award “Sustainablity Leader” konnte schließlich Dettelbacher Energiesysteme für sich beanspruchen.
